Warum Gartengeräte nach dem Winter oft nicht anspringen – und wie Sie das verhindern

Mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr beginnt für viele Gartenbesitzer die neue Gartensaison. Der Rasen soll wieder gepflegt werden, Beete vorbereitet und Wege in Ordnung gebracht werden. Also werden Rasenmäher, Motorhacken und andere Gartengeräte aus Garage oder Schuppen geholt.

Doch oft folgt schnell die Ernüchterung:
Der Motor startet schlecht, läuft unruhig oder springt im schlimmsten Fall gar nicht mehr an.

Viele denken dann sofort, dass das Gerät defekt ist. In den meisten Fällen liegt das Problem jedoch nicht an der Maschine selbst, sondern am Kraftstoff, der über den Winter im Tank geblieben ist.


Der unterschätzte Faktor: moderner Kraftstoff

Heutige Benzinsorten – besonders der weit verbreitete E10-Kraftstoff – enthalten Ethanol. Diese Beimischung ist zwar aus ökologischer Sicht sinnvoll, kann jedoch bei Gartengeräten Probleme verursachen.

Ethanol hat eine besondere Eigenschaft:
Es zieht Feuchtigkeit aus der Luft an.

Wenn ein Gerät über mehrere Monate in einer Garage oder einem Geräteschuppen steht, entstehen durch Temperaturschwankungen kleine Mengen Kondenswasser im Tank. Das Ethanol bindet dieses Wasser und bildet ein schwereres Gemisch, das sich im unteren Bereich des Tanks sammelt.


Welche Schäden können entstehen?

Bleibt dieser Kraftstoff über längere Zeit im Gerät, kann das verschiedene Probleme verursachen:

Verstopfte Vergaserkanäle
Ablagerungen und Rückstände können feine Düsen im Vergaser blockieren.

Korrosion im Kraftstoffsystem
Das gebundene Wasser greift Metallteile im Inneren an.

Beschädigte Dichtungen und Schläuche
Bestimmte Gummi- und Kunststoffteile reagieren empfindlich auf alten Kraftstoff.

Die Folge:
Der Motor bekommt nicht mehr die richtige Kraftstoffmenge, läuft unruhig oder startet überhaupt nicht mehr.


So machen Sie Gartengeräte richtig winterfest

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie diese Probleme leicht vermeiden.

Tank vor dem Winter entleeren

Am besten entleeren Sie den Tank am Ende der Saison vollständig. Lassen Sie das Gerät anschließend noch laufen, bis der Motor von selbst ausgeht. Dadurch wird auch der restliche Kraftstoff im Vergaser verbraucht.

Kraftstoffstabilisator verwenden

Wenn der Kraftstoff im Tank bleiben soll, empfiehlt sich die Verwendung eines Kraftstoffstabilisators. Dieser verlangsamt die Alterung des Benzins und reduziert die Wasseraufnahme.

Im Frühjahr nur frischen Kraftstoff verwenden

Verwenden Sie nach dem Winter immer frisches Benzin. Kraftstoff aus alten Kanistern verliert schnell an Qualität und kann Startprobleme verursachen.


Wartung spart Zeit und Geld

Wenn ein Gartengerät nach dem Winter nicht startet, bedeutet das in den meisten Fällen keinen technischen Defekt. Häufig reicht es, das Kraftstoffsystem zu reinigen und frisches Benzin einzufüllen.

Noch besser ist es jedoch, dem Problem vorzubeugen. Eine richtige Vorbereitung im Herbst spart im Frühjahr Zeit, Geld und unnötigen Ärger.


Merke:
Ein sauber gewartetes Gerät und ein leerer Tank über den Winter sind der beste Garant dafür, dass Ihre Gartengeräte im Frühjahr zuverlässig starten.

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